Kuratorische Haltung
Kuration bedeutet für mich, Beziehungen sichtbar zu machen: zwischen Werk und Raum, zwischen Thema und Material, zwischen Künstler:innen und Besucher:innen.
Dabei geht es nicht um ein lautes Konzept, sondern um eine präzise, tragfähige Ordnung. Eine Ausstellung soll den Werken Raum geben, einen klaren Zusammenhang schaffen und zugleich offen genug bleiben, damit Besucher:innen eigene Zugänge finden.
- Nah am Werk
- Suche nach Tiefe und Klarheit
- Schaffung von Atmosphäre
Werk
Die Kunstwerke stehen im Mittelpunkt der kuratorischen Arbeit.
Raum
Der Raum wird als integraler Bestandteil der Ausstellung verstanden.
Besuch
Die Perspektive der Besucher wird aktiv in die Gestaltung einbezogen.
Referenz 1: Hans Hattop: Jungbrunnen Kunst. Retrospektive zum 100. Geburtstag des Malers und Grafikers
Rahmen schaffen
Dorothea Brandt kuratierte die Sonderausstellung und entwickelte eine Präsentation, die Hattops vielseitiges Werk zwischen Kriegserfahrung, DDR-Geschichte, gesellschaftlicher Beobachtung und existenzieller Bildsprache neu erfahrbar machte.
Beziehungen herstellen
Ein anschauliches Video erklärt auf unterhaltsame Weise den Lebenslauf von Hans Hattop und spricht damit sowohl junge als auch ältere Besucherinnen und Besucher an.
- Projekt Hans Hattop: Jungbrunnen Kunst
- Format Retrospektive · Sonderausstellung · Museum
- Ort Meininger Museen · Schloss Elisabethenburg
- Zeitraum 8. November 2024 – 21. April 2025
- Anlass 100. Geburtstag von Hans Hattop des Jüngeren
- Kuration Dorothea Brandt
Rahmen schaffen
Ein Kunst- und Videoprojekt in der Stadtkirche St. Georg Schmalkalden.
Das Projekt HEILIG! fragt danach, was Menschen heute trägt, bewegt und ausrichtet. In kurzen Videoclips teilen Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten ihre persönliche Sicht auf das Heilige. Begleitende Portraitfotografien, aufgenommen an den jeweiligen „heiligen Orten“ der Teilnehmenden, geben den Worten Gesicht, Raum und visuelle Verdichtung.
- Format Kunstprojekt · Videoclips · Portraitfotografie · Kirchenraum
- Ort Stadtkirche St. Georg Schmalkalden
- Leistung Konzept · Fotografie · Video · Aufbau · Vermittlung
Referenz 3: Weitere Kurationen
Dampf – Lok – Leben
Fotowettbewerb und Ausstellung in der Dampflok Erlebniswelt Meiningen.
Das Projekt verband fotografische Ausschreibung, Juryprozess, Ausstellungsgestaltung, Preisverleihung und Publikumspreis. Aus den Einreichungen entstand eine Fotoschau, die Dampflokomotiven als technische, historische und atmosphärische Bildräume erfahrbar machte.
Projekt: Dampf – Lok – Leben
Format: Fotowettbewerb · Ausstellung · Publikumspreis
Ort: Dampflok Erlebniswelt Meiningen
Zeitraum: 2024
Kontext: Stadt Meiningen · Dampflok Erlebniswelt
Kuration / Ausstellung: Dorothea Brandt
Für die Gruppenausstellung digital art ORIENTIERUNG in der städtischen galerie ada Meiningen entwickelte Dorothea Brandt gemeinsam mit Madlen Kehr ein kuratorisches Konzept zur Vielfalt digitaler Kunst.
Im Zentrum stand die Frage nach Orientierung: im eigenen Leben, in technischen Bildwelten und in einer Gegenwart, die vertraute Antworten erweitert und irritiert. Die Ausstellung verband reale Begegnung, Print, digitale Präsentationsformen, Öffentlichkeitsarbeit und Vermittlung.
Ort: galerie ada · Stadt Meiningen
Zeitraum: 2. Juli – 31. August 2022
Kuration: Dorothea Brandt & Madlen Kehr
Format: Gruppenausstellung · Digital Art · Vermittlung
Meininger Kunstorte:
Kunst im öffentlichen Raum
Open-Air-Ausstellung und Kunstprojekt des K.RÜN e.V. in Meiningen.
Das Format bringt Kunst in den öffentlichen Raum und verbindet Künstler:innen, Stadtgesellschaft und Orte miteinander. 2024 wurden 100 Werke von 100 Künstler:innen aus Malerei, Fotografie, Grafik, Plastik und angewandter Kunst im Innenstadtbereich und im virtuellen Raum präsentiert.
Projekt: Meininger Kunstorte
Format: Open-Air-Ausstellung · Kunst im öffentlichen Raum · Vereinsprojekt
Ort: Meiningen · Innenstadt und digitaler Raum
Träger: K.RÜN e.V.
Umfang: 100 Werke · 100 Künstler:innen
Schwerpunkte: Kunst im öffentlichen Raum · Stadtgesellschaft · Sichtbarkeit · Begegnung
Bildhauersymposium — K.RÜN e.V
Öffentliches Kunst- und Arbeitsformat in Meiningen.
Beim Bildhauersymposium arbeiteten Künstler:innen des Künstlerkollektivs Rhön mehrere Tage an Kiefernstämmen. Das Projekt machte künstlerische Entstehung sichtbar und verband Skulptur, Handwerk, Ort und Begegnung im öffentlichen Raum.
Projekt: Bildhauersymposium
Format: Skulptur · öffentlicher Arbeitsprozess · Kunst im Stadtraum
Ort: Meiningen · Schlosspark
Zeitraum: 24.–28. August 2020
Kontext: K.RÜN e.V. · Künstlerkollektiv Rhön · Stadt Meiningen
Schwerpunkte: Skulptur · Prozess · Öffentlichkeit · Begegnung
Was Kuration umfasst
Gute Ausstellungstexte öffnen einen Zugang, ohne die Kunst festzulegen. Sie geben Orientierung, benennen Zusammenhänge und lassen zugleich Raum für eigene Wahrnehmung.
Abstände, Blickachsen, Licht, Reihenfolge und Pausen werden so gesetzt, dass ein erfahrbarer Zusammenhang entsteht. Eine Ausstellung soll nicht nur Werke nebeneinander zeigen, sondern einen Raum öffnen, in dem Thema, Atmosphäre und Besucher:innen in Beziehung treten.
Orte mit Geschichte
Orte und Kontexte
- Kirchen und spirituelle Räume
- Galerien und Kunstorte
- Stiftungen und Kulturprojekte
- öffentliche Einrichtungen
- temporäre Kunstprojekte
- Ausstellungen im Innen- und Außenraum
Kontextual-isierung
Kunst im Dialog mit dem Ort
Für Orte mit Geschichte, Atmosphäre und Bedeutung
Resonanz
Architektur, Material, Licht
Besonders spannend sind Räume, die selbst eine eigene Geschichte tragen: Kirchen, Kulturorte, Galerien, Stiftungen, öffentliche Einrichtungen und temporäre Kunstorte.
Fragen
Was darf Kunst öffnen?
In solchen Kontexten wird Kuration zu einer Arbeit mit dem Ort selbst. Architektur, Licht, Material, Thema und Publikum fließen in die Ausstellung ein und formen eine Atmosphäre, in der Kunst nicht isoliert erscheint, sondern in Beziehung tritt.
Erreichbarkeit
Für kuratorische Projekte und Kunstvermittlungsformate in Thüringen, Nordbayern, Hessen und darüber hinaus verfügbar
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