In einzelnen Werkprozessen arbeitet Dorothea Brandt mit generativen Bildsystemen wie Midjourney. Ausgangspunkt sind dabei keine beliebigen Effekte, sondern eigene textliche Grundlagen, Gedanken und Motive, die in Prompts übersetzt und weiterentwickelt werden.
Die KI wird dabei nicht als Ersatz für künstlerische Arbeit verstanden, sondern als Resonanzraum: Sie reagiert auf Sprache, verdichtet Assoziationen, verschiebt Bildideen und öffnet unerwartete visuelle Möglichkeiten. Aus Text entstehen Bildwelten, die anschließend geprüft, ausgewählt, weitergedacht und in den künstlerischen Zusammenhang eingeordnet werden.
So entstehen digitale Studien zwischen Imagination, Symbol, Atmosphäre und technischer Bildproduktion. Sie fragen danach, wie Bilder entstehen, wenn menschliche Vorstellung, Sprache und algorithmische Systeme miteinander in Beziehung treten.